Haben Sie nach dem Radfahren schon einmal Taubheitsgefühle, Druck oder sogar leichtes Harnträufeln bemerkt?
Radfahren ist großartig für Ihre Fitness – aber ist es auch sicher für Ihren Beckenboden?
Viele Menschen fragen sich, ob Radfahren für die Beckenbodenmuskulatur unbedenklich ist und ob man trotz Harninkontinenz Fahrrad fahren kann. Wir haben untersucht, wie sich Radfahren auf den Beckenboden auswirkt, und praktische Tipps für Sie zusammengestellt.
Wie beeinflusst Radfahren die Beckenbodenmuskulatur?
Beim Radfahren ist der Dammbereich einem dauerhaften Druck durch den Sattel ausgesetzt. Dies kann die Muskelspannung erhöhen und Nerven sowie Blutgefäße komprimieren. Mit der Zeit kann eine verminderte Durchblutung die Fähigkeit der Beckenbodenmuskulatur beeinträchtigen, sich richtig anzuspannen und zu entspannen.
Die Folgen können Schmerzen, Taubheitsgefühle im Dammbereich, Infektionen, Harninkontinenz oder sexuelle Funktionsstörungen sein.
Das könnten Anzeichen sein:
- Sie spüren Taubheitsgefühle nach dem Radfahren
- Sie haben Beschwerden im Bereich des Sattels
- Es fällt Ihnen schwer, den Beckenboden zu entspannen
- Sie bemerken Harnverlust während oder nach der Aktivität

Wie kann man den Beckenboden beim Radfahren schützen?
Sattel
Die Wahl des richtigen Sattels hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Länge und Art der Strecken sowie der Fahrstil. Für Freizeitradfahren werden in der Regel breitere Sättel verwendet, während beim sportlichen Fahren eher schmalere Modelle bevorzugt werden.
Wie beeinflusst die Art des Sattels den Beckenboden? Forschende untersuchten den Druck auf den Dammbereich während des Radfahrens, indem sie verschiedene Satteltypen verglichen. Dabei wurde festgestellt, dass je schmaler der Sattel ist (auch mit Aussparung), desto größer der Druck auf den Dammbereich.
Sattel A – voll, Sattel B – mit Ausschnitten (Guess et al.)
Heutzutage gibt es viele verschiedene Satteltypen auf dem Markt, und die Hersteller legen Wert auf Komfort beim Fahren. Selbst schmale Sättel haben oft spezielle Aussparungen, die die Durchblutung des Dammgewebes fördern.
Denken Sie daran, dass es sich lohnt, den richtigen Sattel zu wählen, der anatomische Faktoren (z. B. den Abstand der Sitzknochen), die Art der zu fahrenden Strecken und die spezifischen Eigenschaften des Sattels berücksichtigt. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie viel fahren. Wählen Sie den passenden Sattel für sich selbst aus, am besten mit Hilfe eines Fachgeschäfts, in dem Sie verschiedene Satteltypen testen können.
Selbst der beste Sattel kann den Druck auf den Beckenboden jedoch nicht vollständig reduzieren.
Position und Fahrtechnik
Eine niedrige Lenkereinstellung, die eine Vorwärtsneigung des Oberkörpers erzwingt, verstärkt die Vorwärtsneigung des Beckens beim Radfahren und erhöht den Druck auf den Damm.
Immer beliebter wird das sogenannte Bikefitting. Dabei wird die Körperhaltung beim Radfahren analysiert und verschiedene Fahrradkomponenten wie Sattelhöhe oder Lenkerposition angepasst.
Deshalb ist eine gute Einstellung Ihres Fahrrads wichtig – sie löst das Problem jedoch nicht vollständig.
Beckenbodenmuskelübungen
Du musst nicht auf Aktivitäten verzichten, die dir Spaß machen. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, was deine Muskeln brauchen, zum Beispiel nach einer Radtour. Direkt nach dem Training brauchen sie Entspannung, aber um ihre Funktion wiederherzustellen oder zu erhalten, sind Kräftigungsübungen notwendig. In diesem Fall kann isoliertes Beckenbodentraining sehr hilfreich sein.
Nach dem Radfahren braucht Ihr Beckenboden oft sowohl Entspannung als auch sanfte Aktivierung.
Klassische Übungen gehen jedoch nicht immer auf die reduzierte Durchblutung und die durch Druck entstandene Spannung im Gewebe ein.
Genau deshalb funktioniert der klassische Rat „Mach einfach Kegel-Übungen“ bei aktiven Frauen oft nicht.
Hier kann ein gezieltes Training mit niedriger Intensität die Regeneration unterstützen. Kurze Einheiten mit einem Gerät wie Boost ermöglichen es, die Muskulatur sanft zu aktivieren und gleichzeitig die Durchblutung zu verbessern.
Das 3-minütige Beckenbodentraining mit Boost wurde von Ula Herman entwickelt und hat das Ziel, die Regeneration der Muskulatur nach intensiver körperlicher Belastung zu unterstützen.
Während der Übung arbeiten Sie mit einer individuell angepassten Intensität von bis zu 30 % Ihrer maximalen Kraft, basierend auf einem vorherigen Muskeltest.
Das Training wird über die Beckenbodenmuskulatur in einem multisensorischen System gesteuert. Zusätzlich wurden therapeutische, schmerzlindernde Vibrationen mit einem 50-Hz-Protokoll integriert, die die Durchblutung im Beckenbereich fördern und die Elastizität des Gewebes verbessern.

Wenn Sie regelmäßig Rad fahren, sollte die Regeneration Ihres Beckenbodens ein fester Bestandteil Ihrer Routine sein – genau wie Dehnen oder Muskelentspannung.
Entdecken Sie das 3-minütige Training mit Boost:
→ Boost für Frauen – diskretes Training im Sitzen
→ Boost für Männer – gezielte Unterstützung für Ihren Beckenboden